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In diesem Blog erzaehle ich von dem Versuch, einen Kleingarten zu betreiben und zu bewahren in einer Zeit, fuer die Geld anscheinend den einzig wahren Wert darstellt. Um ehrlich zu sein, wir haben es uns damit eher schwer gemacht, denn der Kleingarten, um den es geht, liegt in einer zur Zerstoerung preisgegebenen Anlage: Die Anlage Pruener Schlag 10-18 im Westen Kiels, Deutschlands zweitaelteste Kleingartenanlage.

In einer unappetitlichen Allianz von Macht und Geld haben sich die rot-gruene Stadtregierung Kiels und Deutschlands zweitgroesster Moebel-Magnat, K.Krieger (die Nummer 2 hinter IKEA), im Sommer 2011 dazu verschworen, diese Anlage, sowie die benachbarte Anlage Brunsrade 18-23, fuer einen neuen Konsumtempel zu opfern (in welchem mit Sicherheit nicht nur Moebel verkauft werden sollen). Mit erheblicher Professionalitaet haben die Verschwoerer Politik und Bevoelkerung mit ihren Plaenen ueberrumpelt, so dass eine ernstzunehmende oeffentliche Diskussion gar nicht erst einsetzen konnte, bevor das Projekt abgenickt war.

Die Gartenpaechter wurden mit einem Cocktail aus Drohungen (naemlich die Vorhersage, es werde zunehmend zu Einbruechen kommen, und  zwielichtiges Gesindel werde sich in leerstehenden Parzellen einnisten) und verlockenden Geldangeboten (grosszuegige Berechnung der vorgeschriebenen Entschaedigungen PLUS 25 Prozent Bonus vom Magnaten) bearbeitet, mit der Folge, dass diese grundsolide und ehrbare Bevoelkerungsgruppe wie ein Mann umgekippt ist und freiwillige Kuendigungsvereinbarungen mit dem neuen Besitzer der Anlage, der Firma KNOEDEL-SAFT (oder so aehnlich) unterschrieben hat – der eleganteste Weg, Pachtverhaeltnisse zu beenden, die laut Bundeskleingartengesetz grundsaetzlich unbefristet sind.

Ganz Gallien? Nein! Parzelle 556 hat nichts unterschrieben und wird nichts unterschreiben. Wir gaertnern weiter, ganz gleich wieviele Millionen EURO uns daran hindern wollen. Zusammen mit zwei weiteren Standhaften in der Brunsrade bekennen wir uns zu unserer Ueberzeugung, dass es eine wahnhafte Geistesstoerung ist, lebendige Natur fuer totes Geld zu opfern.

Dieser Blog berichtet, wie sich unser Garten sowie der ganze Konflikt ab Januar 2013 entwickelt.

Noch ein Hinweis: Mit diesem Blog publiziere ich eine hoechst subjektive Sicht der Dinge, und also habe ich nicht die Absicht, neutral zu sein. Ebenso habe ich nicht die Absicht, eine Diskussionsplattform zu dem fraglichen Thema anzubieten; aus diesem Grund werde ich im Allgemeinen keine Kommentare aufnehmen. Bei Facebook finden sich fuer solche Diskussionen geeignete Seiten zu diesem Thema. Was ich mir aber vorstellen kann ist, Gastbeitraege aufzunehmen, und dies ausdruecklich auch, wenn sie nicht mit meiner Meinung uebereinstimmen.

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