Mein Redebeitrag bei der Demonstration „Klima retten statt Höffner-Betten“ am 27.2.2021 in Kiel

Warum sind wir heute hier? Weil man uns die Gärten geraubt hat. Weil man uns die Grünflächen geraubt hat. Seit Jahrhunderten war der Prüner Schlag öffentliches Land. Er gehörte der Bevölkerung von Kiel. Er gehörte uns.

Dann kam da so ein Yuppie daher, ein gewisser Torsten Albig. Er ließ sich, mithilfe der Kieler SPD, zum Oberbürgermeister wählen und begann, Kieler Grünflächen an einen rücksichtslosen Konzern zu verscherbeln. Ein Yuppie, der zuvor keine Beziehung zu Kiel hatte, der hier nur Karriere machen wollte. Ein paar Jahre Ministerpräsident sein. Und wo ist er jetzt? Jetzt lebt er in Brüssel als Lobbyist eines Konzerns. Er zieht es vor, nicht in der Stadt zu leben, der er die Grünflächen geraubt hat.

Den Krieger-Konzern interessiert einzig und allein der Profit. Naturschutz, oder Lärmschutz für die Anwohner der Baustelle, interessieren ihn nicht. Er will dieses Grundstück vor allem als Wertanlage. Im ganzen Land verdrängt Krieger kleinere Möbelhäuser und kauft sie dann auf; anschließend reduziert er das Einkommen der Belegschaft auf zwei Drittel (siehe Disclaimer unten). Dieser Konzern ist kein seriöser Geschäftspartner.

Wir fordern:

  • sofortiger Baustopp für Möbel Höffner.
  • Die Klimaschutzstadt Kiel soll ihre Klimaschutzziele endlich ernst nehmen.
  • Dauerhafter Schutzstatus für den gesamten Kieler Grüngürtel. Für Gewerbeansiedlungen gibt es Gewerbegebiete.
  • Verzicht auf Verkehrsprojekte, die vor 40 Jahren geplant wurden: Verzicht auf Südspange und A21-Anschluß; Bewahrung der Kleingärten im Süden Kiels.

Laßt uns gemeinsam Kiel grün und lebenswert erhalten. Ich danke Euch fürs Kommen und für Euer Engagement.

Disclaimer: die Zahl 2/3 ist ein summarischer Schätzwert; mir liegen keine präzisen Zahlen der einzelnen Übernahmen anderer Unternehmen vor. Das tatsächliche Verhältnis kann höher oder auch niedriger liegen.

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