Sommerbilder 2020

Es ist eine alte Tradition, daß auf diesem Blog jedes Jahr eine Sammlung von „Sommerbildern“ veröffentlicht wird, und auch dieses Jahr soll dies geschehen, wenn auch leider mit einiger Verspätung, für die ich den Leser um Vergebung bitte.

Gärtnerisch war das Jahr in diesem Garten eher unspektakulär; nachdem die ausgesäten Ringelblumen und Sonnenblumen nicht aufkeimten, wurde das Pastinakenbeet von Gras und Wildkräutern überwachsen. Stattdessen wurde aber auf dem Grabungsareal I der Prunarslagshejm-Ausgrabung ein neues Beet angelegt, auf dem demnächst eine Gründüngung ausgesät werden soll. Die Ernte in Parzelle 556 beschränkte sich dieses Jahr auf Äpfel, Johannisbeeren und Pfefferminze.

Südlich der Parzelle legten die Recken des 1. Kieler Guerilla-Gardening-Battaillons einen weiteren Schriftzug an; der Eigentümer des Geländes war darüber anscheinend so erbost, daß er Ende September eine Armee von Baumaschinen in Bewegung setzte, die die beiden Schriftzüge komplett auslöschten und an seiner Stelle hohe Erdgebirge aufhäuften (siehe unten).

Wie wird die Zukunft dieses Gartens und dieses Geländes aussehen? Anscheinend hat der Eigentümer tatsächlich die Absicht, hier doch noch ein „Möbelmarktzentrum“ zu errichten. Welche Bilder werden in einen Jahr auf diesem Blog veröffentlicht werden?

Parzelle 556 im Juni 2020: Deutlich sichtbar ist links die Sandfläche und gleich rechts daneben die Rotblättrige Kirschpflaume. Unterhalb der Sandfläche, am linken Ende der Hecke, erkennt man Grabungsareal II der Prunarslagshejm-Ausgrabung; Grabungsareal I liegt unterhalb der Kirschpflaume, leicht nach rechts gerückt. Der Apfelbaum ist weiter rechts hauptsächlich durch seinen Schattenwurf erkennbar.
Blick in Parzelle 556 durch den Eingang, in westlicher Richtung
Blick in Parzelle 556 in östlicher Richtung; im Vordergrund die Sandfläche sowie Grabungsareal I
Apfelblüte im Mai
Apfelblüte im Mai
Auf die Blüten folgen die Früchte.
Auf der Sandfläche hat sich Magenta Spreen (Chenopodium giganteum) angesiedelt, zur Freude der hungrigen Kaninchen.
Die Lupinen fühlen sich im östlichen Teil der Parzelle wohl.
Raupe des Jakobskrautbären auf Jakobskraut
Blick über die Vegetation, die sich dieses Jahr auf dem Prüner Schlag ausgebreitet hat; nur wenige Wochen später wurde sie von Baumaschinen komplett ausgelöscht.
Der Pächter von Parzelle 556 erfreut sich an dem Anblick der frisch geschnittenen Hecke; dahinter erhebt sich majestätisch der frisch aufgetürmte Mount Höffner.
Es wird Abend in Parzelle 556, in doppelter Hinsicht. Anfang September 2021 soll das „Möbelmarktzentrum“ eröffnet werden.

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