Mensch und Natur

Heute fand ich folgendes schoene Zitat, das Kirsten Eickhoff-Weber, Landtagsabgeordnete der SPD und Mitglied des Umwelt- und Agrarausschusses, auf der Messe „Grüne Woche“ in Berlin aussprach: „Wir müssen heute die Kleingärten schützen, damit wir in Zukunft keine neuen erstellen müssen. Die Zeit wird kommen, wo wir diese Einrichtung wieder brauchen werden.

Da gebe ich ihr recht; leider ist diese Erkenntnis noch nicht bei ihren SPD-Kollegen in der Kieler Ratsversammlung angekommen, allen voran Oberbuergermeisterin Dr. Susanne Gaschke, die Kleingaerten als Reserveflaechen fuer Industrie- und Gewerbeansiedlungen betrachtet. Wenn sich also nur bald die Investoren faenden, wuerden bald saemtliche Kieler Gartenkolonien zubetoniert … wie koennen wir verhindern, dass diese aus den 1950er Jahren stammende Auffassung des Verhaeltnisses von Mensch und Natur unsere Stadt weiter verwuestet? „Verwüstung des Lebensraumes„, so formulierte Konrad Lorenz 1972 eine der „acht Todsünden der zivilisierten Menschheit“. Dass eine akkurat zubetonierte Landschaft eine Verwuestung darstelle, war damals noch eine recht unkonventionelle Ansicht, heute allerdings sollte sie doch schon etwas groessere Verbreitung gefunden haben.

Parzelle 556 im Januar 2013

Parzelle 556 im Januar 2013

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Ein Kommentar

  1. Werner Schumacher

    Also wollen wir doch mal die Kirche im Dorf lassen: den Kleingartenkahlschlag hat nicht die Suanne Gaschke auf dem Gewissen, sondern ihr Vorgänger und direkte Chef der Dame Eickhoff-Weber, der vor seinem Karrieresprung bekanntlicher Weise der Kieler OB war. Das die OB jetzt die Sache so weiterführt ist schlicht sozialdemokratische Kontinuität… Alles klar, oder was?!